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News

Stellungnahme des
Verbandes Österreichischer Kieferorthopäden
zur „Do-it-yourself-Zahnkorrektur mit Alignern“


Dezember 2021

"Der Mund ist mehr als eine Kiste voller Zähne. Zähne können nicht beliebig wie Domino-Steine im Mund hin- und hergeschoben werden!"

Mit großer Sorge beobachten Kieferorthopäd:innen in ganz Europa die Aktivitäten von Start-up-Unternehmen, welche Zahnkorrekturen mit Alignern „auf dem Postweg“ ohne Beachtung zahnmedizinisch-kieferorthopädischer Standards vermarkten. Diese vor allem in den sozialen Medien und Netzwerken stark präsenten Unternehmen preisen ihre Software-Dienstleistungen mit zunehmend aggressiven Werbemethoden an, ähnlich den suggestiven Marketing-Methoden für den Verkauf von Kosmetik-Artikeln. Influencer sind die neuen Experten.

Eine Zahnkorrektur mit Alignern ohne ordnungsgemäße Diagnostik (klinische Untersuchung, Foto-Analyse, Modell- und Röntgendiagnostik) und ohne regelmäßige klinische Überwachung birgt erhebliche Risiken für die Gesundheit des Kauorgans der Patient:innen (Zähne, Zahnhalteapparat, Kiefergelenk, Muskulatur). Eine ausschließliche Selbst- und Fernbehandlung stellt daher einen schwerwiegenden Verstoß gegen jegliche medizinischen und zahnmedizinischen Standards dar.

Kieferorthopädie ist eine wissenschaftliche Spezialdisziplin, die eine mehrjährige Ausbildung nach dem Studium der Zahnmedizin und jahrelange Erfahrung erfordert.

Die Korrektur von Zahnfehlstellungen zum „Lifestyle-Produkt“ zu simplifizieren und den Patient:innen zu suggerieren, dass hierfür kein Fachwissen erforderlich sei, ist nicht nur unseriös, sondern birgt auch erhebliche Risiken für die Zahn- und Mundgesundheit der Patient:innen.

 


 

Kostenloses Webinar: IOTN und PAR Index in Österreich

Mo., 28. Dezember 2020

Der VÖK freut sich, dieses fast drei Stunden lange Webinar von Dr. Gabriele Watzer-Herberth, Dr. Armin Watzer-Herberth und Dipl.-Ing. Mag. Christian Url gratis zur Verfügung stellen zu können. Im Webinar werden zum einen die vorschriftsmäßige Anwendung der Indizes und zum anderen deren Umsetzung in der softwarebasierten Vermessung digitaler Zahnmodelle behandelt. Für jene, die lieber einen Kurs vor Ort besuchen möchten sind wieder neue Termine unter Kurse/Veranstaltungen für den gleichnamigen Präsenzkurs ausgeschrieben.

 

IOTN PAR Webinar Icon

  

 

Fachzahnarztausbildung für Kieferorthopädie wird nun auch in Österreich gesetzlich geregelt


Fr., 20. November 2020

Am 20.11.2020 wurde einstimmig im Nationalrat die gesetzlichen Regelung der Ausbildung zum Fachzahnarzt/zur Fachzahnärztin für Kieferorthopädie beschlossen. Die europa- und weltweit übliche – und nun bald auch in Österreich anerkannte – dreijährige Fachausbildung wird im Anschluss an das Zahnmedizin-Studium absolviert. 

Warum fordert der VÖK seit 1998 eine staatlich anerkannte und offiziell registrierte Ausbildung zum Fachzahnarzt/zur Fachzahnärztin für Kieferorthopädie in Österreich?

Historie und Begründung:

Kieferorthopädie in Österreich „anno dazumal“
Abnehmbare Zahnspangen, lange Behandlungszeiten (3-5 Jahre), eingeschränkte therapeutische Möglichkeiten. Grundwissen wurde im Rahmen des damals 2- bzw. 3-jährigen Zahnmedizin-Studiums (nach dem Medizin-Studium) vermittelt. 1971 Aufnahme kieferorthopädischer Leistungen in den zahnärztlichen Kassenvertrag als Geldleistung: Zuschuss von Behandlungen mit abnehmbaren Apparaturen.

70er Jahre: Einzug der festsitzenden Techniken (Brackets) auch in Österreich
Komplexe Therapiemethode im Sinne des medizinischen Fortschrittes, rasante Weiterentwicklung des Fachgebietes (Diagnostik, Therapie, Nutzen und Risiken). Erforderliches Wissen (Theorie und Praxis) konnte nicht mehr im Rahmen des Zahnmedizin-Studiums vermittelt werden. Daher kam es zum

Ausbau der klinischen Abteilungen für Kieferorthopädie an den drei Universitätskliniken Graz, Innsbruck und Wien
entsprechend dem internationalen Standard dieses Spezialfaches (international üblich: 3-jährige universitäre Vollzeitausbildung nach dem Studium der Zahnheilkunde). Gleichzeitig erfolgten durch die Universitäten intensive

Bestrebungen zur Einführung des Fachzahnarztes für Kieferorthopädie,
da diese Ausbildung bereits damals seit vielen Jahrzehnten nach dem international üblichen 5-jährigen Studium der Zahnheilkunde europa- und weltweit üblich war. Die Bestrebungen der Universitäten wurden jedoch von Anfang an von der zuständigen Kammer (damals noch Ärztekammer) behindert. Die Universitäten ermutigten daraufhin die kieferorthopädisch tätigen ZahnärztInnen, sich für ihr Spezialfach zu engagieren. Dies führte

1997 zur Gründung des Verbandes Österreichischer Kieferorthopäden (VÖK)
als Interessenvertretung von mittlerweile ca. 360 vorwiegend oder ausschließlich kieferorthopädisch tätigen ZahnärztInnen (Öffentlichkeitsarbeit, Information der PatientInnen, Qualitätssicherung)

Im Sinne des PatientInnenschutzes kämpft der Verein von der ersten Stunde an intensiv für die Einführung des Fachzahnarztes für Kieferorthopädie in Österreich. Um zu belegen, dass es auch in Österreich gut ausgebildete SpezialistInnen auf internationalem Niveau gibt, beschließt der VÖK im Jahre 1998 gemeinsam mit den Kieferorthopädie-Professoren der drei österreichischen Universitäten die

Einrichtung einer freiwilligen kommissionellen Fachprüfung (Austrian Board of Orthodontists)
Bis März 2018 haben 93 Kolleginnen und Kollegen diese freiwillige Fachprüfung vor einer international hochrangig besetzten Prüfungskommission erfolgreich abgelegt.

Juli 2015: Inkrafttreten des „Gesamtvertrages Kieferorthopädie“
Therapie von Fehlstellungen IOTN-Grad 4 und 5 bei Kindern und Jugendlichen wird Sachleistung der Krankenkassen.

Damit einher ging die Schaffung einer kassenvertraglich definierten Berufsgruppe von KieferorthopädInnen, die es de facto jedoch bis zum heutigen Tag offiziell in Österreich nicht gibt!
Österreichische Lösung: Vertragspartner legten im Vertrag bestimmte, allerdings höchst inhomogene Qualifikationskriterien fest.

Es wurde der zweite Schritt vor dem ersten gesetzt.

Im Sinne des PatientInnenschutzes ist daher nach Auffassung des Verbandes Österreichischer Kieferorthopäden insbesondere nach Einführung der "Kassenzahnspange" die Etablierung des Fachzahnarztes für Kieferorthopädie in Österreich dringender denn je erforderlich!

 


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